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Dallmeier sichert 120 Gerichtsgebäude in Südafrika
Mehr als 120 Gerichtsgebäude in Südafrika werden ein umfangreiches Sicherheitssystem installieren. Zuverlässigkeit, einfache Wartung und vor allem Langlebigkeit waren den Verantwortlichen wichtig. Die Wahl fiel deshalb auf Produkte des deutschen IP-Experten Dallmeier, der die Technik zusammen mit seinem lokalen Partner Engineered Systems Solutions (ESS) und dem Dienstleister Sondolo IT installierte.
Das südafrikanische Justizministerium (Department of Justice, kurz DoJ genannt) hat ein umfangreiches Nationales Sicherheits-Infrastrukturprojekt (National Security Infrastructure Programme) ins Leben gerufen, das die Sicherheit an über 120 Gerichtshöfen erhöhen soll. Denn es kommt dort immer wieder zu Gewaltakten: Gefangene, die einen Fluchtversuch starten, Gerichtszuschauer, die Selbstjustiz verüben oder Verbrecher, die das Urteil eines Richters rächen wollen. Darüber hinaus werden in den Gebäuden wichtige Gerichtsdokumente aufbewahrt, die es vor Diebstahl zu schützen gilt. Auch die Kassenbereiche, an denen beispielsweise Strafen oder Bußgelder bezahlt werden, sind oftmals Schauplatz von Überfällen oder Diebstählen, die mit Hilfe der Videoanlage verhindert oder zumindest eindeutig nachvollzogen werden können.
In einer öffentlichen Ausschreibung wurde vor allem eins spezifiziert: zuverlässige und hochqualitative Produkte. Sondolo IT konnte sich mit seiner Lösung gegen die Mitbewerber durchsetzen. „Wir haben Dallmeier-Produkte angeboten, weil wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben", so Managing Director Trevor Smangaliso Mathenjwa. „Das Problem in der Vergangenheit war, dass viele Endkunden günstigere Produkte gewählt haben. Aufgrund der geringen Qualität kam es aber öfter zu Problemen, die Geräte mussten häufig repariert und schließlich komplett ersetzt werden.
Im Nachhinein gesehen waren die vermeintlich billigeren Produkte also viel teurer. Das Department of Justice hat erkannt, dass es sowohl Zeit als auch Geld sparen kann, wenn gleich auf Qualität geachtet wird. Deshalb hat sich unser Angebot durchgesetzt: Das Prädikat ‚made in Germany’ wird hier in Südafrika hoch geschätzt, und der Name Dallmeier steht für high-end Produkte.“
Optimale Lösungen für Innen- und Außenüberwachung
Zahlreiche Dallmeier Kameras überblicken nun Ein- und Ausgänge, Korridore, Kassenbereiche, Gerichtssäle und Zugänge zu den Richterbüros. Auch die Wartebereiche der Angeklagten, Lagerräume von wichtigen Dokumenten sowie der Außenbereich der Gerichtsgebäude werden zuverlässig überwacht. Zum Einsatz kommen sowohl kompakte Boxkameras als auch steuerbare PTZ-Kameras und vandalismusgeschützte Domekameras. Aufgezeichnet werden die Bilder auf DMS 240 „In Memory of Leonardo" H.264-Recordern, die bis zu 24 Kameras in Echtzeit aufnehmen können. Die Auswertung erfolgt über ein für den Kunden maßgeschneidertes Managementsystem. Retief van der Merwe, National Operations Coordinator von Sondolo IT, erklärt: „Die Integration der Dallmeier-Geräte in das Managementsystem war über ActiveX ganz unkompliziert möglich. Damit kann die Videoüberwachung nun mit dem gleichen System gesteuert werden wie beispielsweise auch die Zutrittskontrolle, Alarmmeldesysteme, Metalldetektoren oder Röntgenvorrichtungen."
Zur Absicherung der Außenbereiche, insbesondere der Zäune, wird der DVS 1600 eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein intelligentes Videoanalysesystem basierend auf der SEDOR®-Technologie. SEDOR® ist – wie der Name „Self Learning Event Detector“ ausdrückt – ein selbstlernendes System, das automatisch verschiedene Situationen erkennt und sicher detektiert. Dem Anwender bleiben somit umfangreiche Einstellungsarbeiten erspart.
Zehn Standorte bereits erfolgreich realisiert
An zehn Gerichtshöfen wurde dieses Konzept bereits erfolgreich umgesetzt: an den Amtsgerichten von Pretoria, Pretoria North, Johannesburg, Port Elizabeth, Kempton Park, Bloemfontein, Kimberley, Polokwane, Nzikazi und Nelspruit.
Überwachung nach dem 4-Augen-Prinzip
Die Auswertung von Live- und aufgezeichnetem Bildmaterial basiert auf einer 3-Stufen-Überwachung: Jeder Gerichtshof verfügt über einen eigenen Kontrollraum. Diese lokalen Kontrollräume werden in nächster Instanz in einem übergeordneten Security-Kontrollraum je Provinz verwaltet. Und schließlich ist geplant, dass die Daten aller 127 Gerichtshöfe in einem einzigen nationalen Kontrollraum zusammenlaufen. Durch dieses ausgeklügelte Sicherheitskonzept kann eine objektive Auswertung der Daten gewährleistet werden.
Bei den Dallmeier-Aufzeichnungsgeräten besteht die Möglichkeit, verschiedene passwortgeschützte Zugangslevel einzurichten. So wird den komplexen Kontrollaufgaben des Justizministeriums Rechnung getragen und es wird sichergestellt, dass jeder Security Operator genau die für ihn notwendigen Berechtigungen erhält.
Turbo-Übertragung trotz niedriger Bandbreite mit PRemote
Darüber hinaus galt es eine weitere Herausforderung zu lösen: Werden alle Kontrollräume künftig zusätzlich von einem nationalen Security-Kontrollraum überwacht, würde zur Übertragung der Bilder eine sehr hohe Bandbreite benötigt. Mit Hilfe von PRemote – einem von Dallmeier entwickelten Übertragungsverfahren – ist selbst bei niedriger Bandbreite eine flüssige und ruckelfreie Darstellung von Bildern und Splits möglich.
PRemote benötigt bei gleicher Bildqualität generell weniger Bandbreite als das bekannte Verfahren „Dual Streaming“, da Dallmeier den speziellen Codec für geringe Bandbreiten optimiert hat. Und noch einen weiteren Vorteil bietet PRemote: Während bei Dual Streaming lediglich die Qualität von Livebildern zur Übertragung geändert werden kann, ist bei PRemote auch eine bandbreitenschonende Übertragung von aufgezeichnetem Bildmaterial möglich. Somit kann nicht nur die Betrachtung von Livebildern, sondern auch die Auswertung der Aufzeichnungen über große Distanzen erfolgen.
Eine starke Partnerschaft
„Dallmeier ist nicht einfach nur ein Lieferant für uns, sondern uns verbindet eine sehr gute Partnerschaft“, erklärt Trevor Smangaliso Mathenjwa. „Viele Hersteller verkaufen die Produkte und ziehen sich dann aus der Verantwortung. Bei Dallmeier ist das anders, deren Experten waren beispielsweise bei der Inbetriebnahme der Anlagen vor Ort und haben selbst geprüft, dass alles zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abläuft.“ Und noch einen weiteren Punkt fügt er an: „Wir werden stets über neue Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten und – was uns besonders wichtig war – regelmäßig geschult. Dadurch findet ein kontinuierlicher Know-How-Transfer statt, der letztendlich vor allem dem Kunden nutzt. Durch die Schulungen sind wir beispielsweise in der Lage, das Sicherheitspersonal vor Ort detailliert anzulernen. Außerdem haben wir stets Ersatzteile auf Lager und können diese selbst einbauen, was unsere Reaktionszeit bei Kundenanfragen natürlich erheblich reduziert.“
Analog, hybrid oder IP
Die Gerichtshöfe haben sich bislang für analoge Kameras entschieden. „Es ist aber kein Problem, künftig auch – oder ausschließlich – Netzwerkkameras anzuschließen“, erklärt Retief van der Merwe. „Das Dallmeier-System kann auch hybrid betrieben werden, und so hat das DoJ die Möglichkeit, jederzeit auf IP-Technologie umzusteigen, ohne die jetzt installierte Technik austauschen zu müssen. Neben der hohen Qualität der Produkte war dies ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium, das einmal mehr die Langlebigkeit und Investitionssicherheit unseres Konzepts betont."





