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Dallmeier baut Fertigung in Deutschland weiter aus
Pioniergeist hatten sie ja schon immer. Und Mut zu Innovationen und neue Wegen. Und auch jetzt schwimmt der Regensburger CCTV/IP-Spezialist Dallmeier wieder gegen den Strom. Während andere Unternehmen ihre Produktion zunehmend nach Asien verlagern, setzt Dallmeier weiterhin auf den Standort Deutschland – und baut seine Fertigungsstätten sogar noch aus und produziert eigene High-Speed PTZ-Dome.
Bereits seit vielen Jahren hat sich das Regensburger Unternehmen Dallmeier als Hersteller von Produkten und Lösungen für den Videoüberwachungsbereich international einen Namen gemacht. Und dabei dem Markt immer wieder durch einzigartige Innovationen und Weltneuheiten Impulse gegeben – wie beispielsweise 1992 mit dem weltweit ersten Digitalen Bildspeicher mit Videomotion. Das Erfolgsrezept dafür: Den Markt und neue Entwicklungen genau im Auge behalten – aber Trends nicht blind hinterher zu laufen, sondern stets nach der besten Lösung zu suchen. Auch – und gerade wenn – das heißt, gegen den Strom zu schwimmen. Während Produktionsanlagen in Deutschland langsam auszusterben drohen, da billige Arbeitskräfte die Firmen nach Asien locken, macht Dallmeier genau das Gegenteil. Nicht nur, dass das Unternehmen seinen Produktionsstandort im bayerischen Regensburg beibehält. Es ging einen weiteren entscheidenden Schritt und holte noch mehr Know-How nach Deutschland: Denn nun werden im Headquarter auch High-Speed PTZ-Dome gebaut.

Deutschland oder Asien?
Natürlich hat Dallmeier diese Entscheidung nicht aus einem Bauchgefühl heraus getroffen. „Wir haben im Vorfeld viele internationale Fertigungsstätten besichtigt und hinsichtlich Rohstoffen, Arbeitskräften und Fertigungsqualität sehr genau geprüft“, erzählt Dieter Dallmeier. Trotzdem fiel die Wahl letztendlich auf den bewährten Standort in Deutschland. „Sicherlich sind gewisse Investitionen nötig, um die Produktion von High-Speed PTZ-Domen hier zu ermöglichen. Langfristig gesehen ist dies allerdings der bessere Weg. Schließlich bleiben wir unseren strengen Qualitätsansprüchen treu und nehmen die hohen Anforderungen unserer Kunden ernst. Das Angebot an Fertigungsstätten in Asien ist vielfach, dort zählt vor allem die billige Arbeitskraft. In unserer Branche geht es aber um Sicherheitstechnik, das heißt unsere Ansprüche müssen viel höher sein als lediglich eine kostengünstige Herstellung. Die Arbeitsprozesse müssen für hochqualitative Produkte optimiert sein.“
Es geht also um die komplette Fertigung. Nicht etwa ein Großeinkauf in Asien, der nach Deutschland transportiert wird, um dort nur gelabelt zu werden, so wie es von den europäischen Anbietern gemacht wird. Damit ist Dallmeier nun der einzige deutsche Hersteller von CCTV-Kameras, die auch international – also auch in NTSC-Ländern wie den USA oder Japan – eingesetzt werden können.
Know-How in Deutschland
Grundig war der letzte Hersteller in Deutschland, der CCTV-Kameras herstellte. Auch Siemens und Bosch, um nur zwei namhafte Beispiele zu nennen, haben früher in Deutschland gefertigt. Sobald die Röhrentechnik allerdings durch die Entwicklung der CCD-Technik abgelöst wurde, verschwand auch die Herstellung von Überwachungskameras aus Deutschland.
Langfristig bedeutet dies aber, dass bei Auslagerung der Produktion ins Ausland auch sehr viel Know-How im eigenen Land verloren geht. Beste Beispiele hierfür sind etwa die Fotooptik oder die Unterhaltungselektronik, einstige Domänen der deutschen Industrie. Hier haben die Asiaten mittlerweile das Wissen und somit die Führung übernommen. Eine ähnliche Entwicklung würde auch der Sicherheitsbranche bevorstehen.
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